Das sind wir

Unsere beruflichen Wege haben uns über viele Jahre als Anwältinnen und an unterschiedlichen Stellen des Gesundheitswesens umfassende Einblicke eröffnet. Was uns heute verbindet, ist eine gemeinsame Haltung: medizinrechtliche Fragestellungen verlangen fachliche Tiefe, Klarheit im Vorgehen und ein feines Gespür für die unterschiedlichen Interessen und Belastungen aller Beteiligten.

Diese Erfahrung prägt unsere Zusammenarbeit bis heute – und unser tägliches Engagement für die Anliegen unserer Mandantschaft.

Sandra Miller
Sandra Miller
Rechtsanwältin für Medizinrecht | Geschäftsführende Gesellschafterin "Die Advokatinnen Miller&Stüldt-Borsetzky PartGmbB"

Nach dem Abitur absolvierte ich zunächst eine Ausbildung zur Rechtspflegerin und gewann dabei früh umfassende Einblicke in gerichtliche Abläufe und Entscheidungsstrukturen. Bereits während dieser Zeit wusste ich, dass ich Anwältin werden wollte. Deshalb studierte ich anschließend Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld und absolvierte mein Referendariat am dortigen Landgericht. Schon während des Studiums arbeitete ich über mehrere Jahre in einem großen Klinikum der Region und unterstützte Mitarbeitende verschiedener Berufsgruppen im Arbeitsalltag. Diese frühe Einbindung in klinische Strukturen vermittelte mir ein tiefgehendes Verständnis für berufsgruppenübergreifende Abläufe, Verantwortlichkeiten und Belastungen im Gesundheitswesen. Ergänzend wirkte ich an einer umfangreichen Studie zur Behandlung mit dem Arzneimittel Marcumar mit und gewann vertiefte Einblicke in behandlungs- und risikomanagementbezogene Fragestellungen. Nach Abschluss des Referendariats war ich zunächst als Anwältin in der Bielefelder Kanzlei Dr. Rössler tätig. Im Jahr 2006 wechselte ich in die Schadenbearbeitung der Ecclesia Gruppe, einem der größten deutschen Versicherungsmakler für Einrichtungen im Gesundheitswesen. Dort übernahm ich zunächst die Leitung eines Teams und später die Abteilungsleitung für Personenschäden. In dieser Funktion war ich für die fachliche Bewertung komplexer Schadensachverhalte ebenso verantwortlich wie für organisatorische und personelle Führungsaufgaben. Ende 2025 legte ich wieder einen Schwerpunkt in meine anwaltliche Tätigkeit und gründete mit Miriam eine eigene Kanzlei. Die Verbindung aus anwaltlicher Praxis, klinischer Erfahrung und langjähriger Tätigkeit in der Bearbeitung komplexer Personenschäden und in verantwortlicher Führungsfunktion prägt bis heute meine Arbeit.

Medizinrecht | Konfliktberatung | Patientenverfügungen | Vorsorgerecht

Mitgliedschaften: ISyCARE www.isy-care.de | Arbeitsgemeinschaft der Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V. www.medrecht.de | Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein www.arge-medizinrecht.de

Miriam Stüldt-Borsetzky
Miriam Stüldt-Borsetzky
Fachanwältin für Medizinrecht | Mediatorin (Universität Bielefeld) | Geschäftsführende Gesellschafterin "Die Advokatinnen Miller&Stüldt-Borsetzky PartGmbB"

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld absolvierte ich mein Referendariat mit Stationen unter anderem am Landgericht Detmold sowie in der Anwaltskanzlei Oliver J. Langstadt in Miami/USA. Der internationale Einblick in anwaltliche Arbeitsweisen und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen rechtlichen Kulturen prägten früh mein Verständnis für strategisches und lösungsorientiertes Arbeiten. Im Jahr 1998 begann ich mein Berufsleben als Anwältin in eigener Kanzlei in Detmold (Kanzlei Peter-Werner & Partnerinnen). Über viele Jahre hinweg beriet und vertrat ich Mandant:innen in unterschiedlichsten Konstellationen und entwickelte dabei ein ausgeprägtes Gespür für komplexe Sachverhalte sowie für die Bedeutung klarer, vorausschauender Entscheidungen. Ende 2009 wechselte ich in die Schadenbearbeitung der Ecclesia Gruppe, einem der größten deutschen Versicherungsmakler für Einrichtungen im Gesundheitswesen. Ab 2010 übernahm ich dort schrittweise Führungsverantwortung – zunächst als Teamleiterin, später als Abteilungsleiterin und schließlich als Geschäftsführerin der EGAS GmbH, einer Tochtergesellschaft der Gruppe. In dieser Funktion war ich sowohl mit der fachlichen Bewertung anspruchsvoller Personenschäden als auch mit strategischen, organisatorischen und unternehmerischen Fragestellungen befasst. Ende 2025 fokussierte ich mich wieder auf meine anwaltliche Tätigkeit und arbeite seither zusammen mit Sandra als Anwältin in eigener Kanzlei. Die Verbindung aus langjähriger Anwaltspraxis, internationalem Einblick sowie leitender und geschäftsführender Verantwortung in der Bearbeitung komplexer Personenschäden prägt bis heute meinen Blick auf medizinrechtliche Fragestellungen und Verhandlungsprozesse.

2005 Ausbildung zur Mediatorin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Fritz Jost, Universität Bielefeld | 2007 Berechtigung zur Benennung "Fachanwältin für Medizinrecht"

Mitgliedschaften: ISy-CARE https://isy-care.de/ | Gesamtbeiratsmitglied Verbundforschungsprojekt GenDiMedNet https://www.interaktive-technologien.de/foerderung/bekanntmachungen/gege | Arbeitsgemeinschaft der Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V. www.medrecht.de

Hintergrund & Expertise

Unsere anwaltliche Tätigkeit ist geprägt von langjähriger, hoch spezialisierter Erfahrung im Medizinrecht und in der strategischen Verhandlungsführung. In zahlreichen, oft komplexen Vergleichsverhandlungen – teils am runden Tisch und im direkten Austausch mit den Geschädigten, Kranken- und Pflegekassen, Trägern der Rentenversicherung und der Eingliederungshilfe – haben wir faire und angemessene Einigungen ermöglicht und Entschädigungsregelungen begleitet, die in den zweistelligen Millionenbereich reichten.

Dabei kennen wir die unterschiedlichen Realitäten des Gesundheitswesens aus eigener Beratungspraxis: von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten über kleinere Einrichtungen bis hin zu großen Kliniken. Diese Breite an Erfahrung ermöglicht uns einen realistischen, differenzierten Blick auf medizinische Sachverhalte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und menschliche Betroffenheit.

Ein prägender Teil unseres beruflichen Werdegangs lag in der präventiven Auseinandersetzung mit Schadensfällen. In diesem Zusammenhang haben wir nicht nur medizinische Abläufe analysiert, sondern auch den berufsgruppenübergreifenden klinischen Alltag kennengelernt – einschließlich der organisatorischen, strukturellen und personellen Belastungen der dort tätigen Belegschaften. Die Erkenntnisse aus diesen fundierten Schadenanalysen und Aufarbeitungen komplexer Abläufe bilden heute eine wesentliche Grundlage für unsere differenzierte Beurteilung von Haftungslagen und Verhandlungsoptionen, die über unsere klassische anwaltliche Perspektive hinausgeht und sie ergänzt.

Professional data analysis
Unsere Erfahrung in Zahlen
Analysierte Schadenfälle200.000+
Außergerichtliche Vergleichsverhandlungen1.500+
Spezialisierung im Medizinrecht seit1998
Netzwerk

Unser Experten-Netzwerk

Über die Jahre bauten wir ein breit aufgestelltes Netzwerk aus rund 100 absoluten Expert:innen ihres jeweiligen Fach- und Einsatzgebietes auf.

Zu unserem Netzwerk gehören u.a. medizinische Gutachter:innen, Rehabilitationsdienstleistungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Assistenzdienste, PKW-Werkstätten.

Unser Engagement

Durch aktive Mitgliedschaften unterstützen wir Patientensicherheit, Strukturen in der Gesundheitsversorgung und Professionalität im Medizinrecht.

Neu
ISyCARE
Wir sind aktives Mitglied bei ISyCARE, einem im Jahr 2023 gestarteten regionalen Projekt und unterstützen es mit unserer fachlichen Expertise. ISyCARE setzt sich dafür ein, die Versorgung von Menschen im Gesundheits-, Pflege- und Rehabilitationsbereich weiterzuentwickeln – insbesondere dort, wo bestehende Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Im Mittelpunkt stehen dabei ganz konkrete Fragen aus dem Versorgungsalltag: Wie lassen sich Abläufe verbessern? Wie können unterschiedliche Beteiligte besser zusammenarbeiten? Und wie können neue Ideen so umgesetzt werden, dass sie für Betroffene tatsächlich hilfreich sind? ISyCARE wird maßgeblich von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe getragen und gemeinsam mit Praxispartnern aus dem Gesundheits- und Pflegebereich umgesetzt. Forschende, medizinische Fachkräfte, Pflegeeinrichtungen und weitere Beteiligte arbeiten dabei eng zusammen. Diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis sorgt dafür, dass neue Ansätze sich am tatsächlichen Versorgungsalltag orientieren. Als Kanzlei bringen wir unsere langjährige Erfahrung im Medizinrecht, in der Einordnung komplexer Versorgungssituationen und in der Begleitung anspruchsvoller Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse ein. Der interdisziplinäre Austausch eröffnet Perspektiven, die über den juristischen Blick hinausgehen. Unser Engagement bei ISyCARE verstehen wir als Beitrag zu einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung und zur Verbesserung der Patientensicherheit. Mehr zum Projekt ISyCARE: isy-care.de
Mitwirkung im Gesamtbeirat des Forschungsprojekts GenDiMedNet (GeGe)
Wir sind Mitglied im Gesamtbeirat des Forschungsprojekts GenDiMedNet, das bundesweit Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu interaktiven Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit begleitet und miteinander vernetzt. Ziel ist es, geschlechtersensible medizinische Fragestellungen stärker sichtbar zu machen und digitale Lösungen zu fördern, die in der Praxis tatsächlich ankommen. GenDiMedNet ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie geförderten Programms. Im Mittelpunkt stehen Technologien, die die Gesundheitsversorgung verbessern, patientInnenorientiert gestaltet sind und langfristig in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden können. Im NutzerInnenbeirat fließen unterschiedliche Perspektiven aus Praxis und Alltag ein. Berücksichtigt werden insbesondere geschlechterspezifische Krankheitsverläufe, unterschiedliche Heilungswege sowie Fragen der Akzeptanz, Verständlichkeit und barrierefreien Nutzung neuer Technologien. Dabei wird bewusst ein sensibler, patientInnenzentrierter Ansatz verfolgt – gerade in Bereichen, die medizinisch oder gesellschaftlich mit Stigmatisierungen verbunden sind. Unsere Mitwirkung zielt darauf ab, rechtliche, organisatorische und praktische Fragestellungen frühzeitig einzubringen. So sollen neue Technologien nicht losgelöst von der Versorgungspraxis entstehen, sondern realistisch, verantwortungsvoll und sicher eingesetzt werden können. Weitere Informationen zur Förderlinie finden Sie hier: interaktive-technologien.de
Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V.
Wir sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V., einem seit 1986 bestehenden Zusammenschluss spezialisierter JuristInnen im Medizinrecht. Der Verein steht seit vielen Jahren für den fachlichen Austausch und die kontinuierliche Fortbildung. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft liegt auf regelmäßigen Fachveranstaltungen, darunter Tagungen, Workshops und Vortragsreihen. Diese befassen sich mit praxisrelevanten Themen wie Arzthaftung und Personenschäden, der Bewertung medizinischer Behandlungsverläufe, Fragen der Schadenregulierung sowie mit aktuellen Entwicklungen an den Schnittstellen zwischen Medizin, Recht und Versicherungen. Auch neue Rechtsprechung und ihre Auswirkungen auf die tägliche Praxis werden regelmäßig aufgegriffen. Die Veranstaltungen zeichnen sich durch ihren besonders praxisnahen Zuschnitt aus. Fallkonstellationen, Erfahrungsberichte und unterschiedliche Blickwinkel aus anwaltlicher, medizinischer und gutachterlicher Perspektive stehen im Vordergrund. Dadurch entsteht ein offener fachlicher Austausch, der über reine Wissensvermittlung hinausgeht und Raum für Diskussion und Einordnung bietet. Der kontinuierliche Austausch mit ebenso spezialisierten KollegInnen ermöglicht uns, Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen, eigene Einschätzungen zu reflektieren und neue Impulse für die tägliche Arbeit mitzunehmen – stets mit Blick auf praktikable, sachgerechte Lösungen. Weitere Informationen: medrecht.de
Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein e.V.
Wir sind auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins. Diese Arbeitsgemeinschaft wurde im Jahr 1998 gegründet und bringt spezialisierte RechtsanwältInnen zusammen, die sich auf bundesweiter Ebene intensiv mit allen Facetten des Medizinrechts befassen. In regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen, Jahrestagungen und Arbeitskreisen werden aktuelle Entwicklungen im Medizinrecht aufgegriffen und diskutiert. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zu Themen wie Arzthaftung und Personenschäden, aktuelle Rechtsprechung der Obergerichte, Fragen der Beweisführung im medizinischen Kontext oder auch Schnittstellen zwischen Medizinrecht, Sozialrecht und Versicherungsrecht. Ein fester Bestandteil sind zudem Jahrestagungen und Fachkongresse, bei denen VertreterInnen aus Anwaltschaft, Justiz, Medizin und Wissenschaft zusammenkommen, um praktische Erfahrungen auszutauschen und unterschiedliche Blickwinkel zusammenzuführen. Ergänzt wird dies durch kleinere, themenspezifische Arbeitskreise, in denen einzelne Fragestellungen vertieft behandelt werden. Der offene fachliche Dialog liefert wichtige Impulse für unsere tägliche Praxis. Weitere Informationen: arge-medizinrecht.de
Fachpublikationen

Unsere Veröffentlichungen

Auszug aus unseren Publikationen, Vorträgen und Buchbeiträgen

Diagnosefehler: Ursachen, Schadenfälle, Präventionsstrategien

Ärztezeitung, September 20242024

Aufklärung muss individuell erfolgen und darf Risiken nicht verharmlosen

Passion Chirurgie, Januar 2024, 14(01/02)2024

Wenn der Partner nicht mehr entscheiden kann

Passion Chirurgie, Juli 2023, 13(07/08)2023

Patientensicherheitsmanagement: Aufklärung und Dokumentation | Prozedere im Schadenfall

2. Auflage, 2022, Dr. Peter Gausmann u.a., DeGruyter Verlag, Patientensicherheitsmanagement, Kap. 6.6, Kap. 9.62022

Warum ein gutes Risikomanagement in Arztpraxen unverzichtbar ist

Ärztezeitung, Dezember 20212021

Handbuch des Fachanwalts für Medizinrecht, Kap. 5B

4. Auflage, 2020, Dr. Frank Wenzel, Luchterhand Verlag2020

Hygiene braucht Vorbilder

Vortrag beim Arbeitskreis Hygiene Oberfranken, Oktober 20182018

Studie zur Arbeit der Gutachter- und Schlichtungsstellen

Passion Chirurgie, Februar 2018, 8(02)2018

Bestandsaufnahme zum Patientenrechtegesetz seit 2013 - Statistische Erkenntnisse und Erfahrungen

Vortrag auf dem 29. Kölner Symposium, Rechtsanwälte im Medizinrecht e.V., Köln 20172017

Stellen Mängel in der Kommunikation wirklich ein Risiko dar?

Workshop auf der 12. Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS), Berlin, Mai 20172017

Vermeidbare Fehler: Schadenbeispiele aus dem Bereich der Arthroskopie

Workshop auf dem 27. Jahreskongress des Berufsverbandes für Arthroskopie e.V., Düsseldorf 20172017

Klinikinterne Schadenfallanalysen

Der Krankenhaus-Justitiar, März 20162016

Behandlungsfehler in Orthopädie und Unfallchirurgie - Analyse und Vermeidungsstrategien

Workshop auf Einladung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) und Deutscher Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)2016

Risikomanagement in der Hernien Chirurgie

Passion Chirurgie, April 2014, 4(04)2014

Aufklärung älterer gesetzlich betreuter Patienten - Herausforderungen im Klinikalltag

Passion Chirurgie, November 2014, 4(11)2014

Schweigepflicht und Betreuungsrecht in der Psychiatrischen Klinik

Vortragsveranstaltung in Bottrop2012

Organisation und Haftung: Das ambulante Operieren

Passion Chirurgie, November 2011, 1(11).2011

Der nächste Schritt

Ob rechtliche Einordnung, Klärung einer komplexen Situation oder der Wunsch nach Orientierung – wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen. Die erste Kontaktaufnahme ist kostenfrei.